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Der Begriff Clickbait lässt sich in etwa mit Klick-Köder übersetzen, was ihn eigentlich schon perfekt beschreibt. Denn es handelt sich dabei um Inhalte, die besonders reißerisch formuliert sind und Nutzer*innen damit zum Klicken verleiten sollen. Ein klassisches Beispiel für Clickbait sind die abenteuerlich formulierten Schlagzeilen diverser Online-Zeitungen. Den Leser*innen werden hier oftmals brisante Informationen versprochen. Wird der Artikel dann mit einem Klick geöffnet, ist die Enttäuschung oftmals groß. Denn die eigentlichen Inhalte haben kaum etwas mit der Schlagzeile zu tun.
Aber auch im Kontext der Suchmaschinenoptimierung kann Clickbait zum Einsatz kommen. In diesem Fall sind meist Meta-Titel und Meta-Beschreibung in den SERPs gemeint, die so formuliert sind, dass möglichst viele Nutzer*innen ausgerechnet auf das eigene Suchergebnis klicken. Den Suchmaschinen soll auf diese Weise vermittelt werden, dass das Suchergebnis besonders relevant und interessant für Nutzer*innen ist. Dadurch soll die Webseite im Ranking nach oben klettern.
Grundsätzlich klingt das nach einer guten Strategie. Aber Clickbait bringt auch einige Risiken mit sich. Denn die Absprungrate ist hier oftmals sehr hoch, weile viele Besucher*innen die Seite enttäuscht gleich wieder verlassen. Das wiederum sendet ein Negatives Signal an Suchmaschinen und spricht gegen eine Relevanz der Webseite. Dadurch kann es passieren, dass die Webseite im Ranking abrutscht. Außerdem sind Suchmaschinen heutzutage oftmals in der Lage zu erkennen, wenn es sich bei einem Suchergebnis um Clickbait handelt. Im schlimmsten Fall wird dies dann als Irreführung und Betrugsversuch gewertet und entsprechend abgestraft.
Clickbait als SEO-Strategie ist daher mit Vorsicht zu genießen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die SERP-Snippets so zur formulieren, dass sie die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen auf sich ziehen. Es muss dabei nur auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die tatsächlichen Inhalte der Webseite auch mit dem SERP-Snippet übereinstimmen. Nur dann bleibt die Absprungrate weiterhin gering. Wenn in einem SERP-Snippet beispielsweise vom „schnellsten und einfachsten Apfelkuchen Rezept“ die Rede ist, dann sollte das Rezept auf der Webseite auch dementsprechend schnell und einfach umzusetzen sein.
Schlussendlich geht es darum, nicht nur die Klickrate hoch zu halten, sondern auch die Absprungrate so gering wie möglich. Denn das sendet ein positives User-Signal an die Suchmaschinen, was wiederum ausschlaggebend für die Platzierung in den Suchergebnissen ist.
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