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Anhand der Absprungrate lässt sich erkennen, wie viele Besucher*innen eine Webseite direkt wieder verlassen. Eine häufig verwendete alternative Bezeichnung für die Absprungrate lautet auch Bounce Rate. Sie wird wie folgt berechnet:
(Besucher mit nur einem Seitenaufruf/Gesamtzahl aller Besucher) x 100 = Absprungrate in Prozent
Wenn also beispielsweise 100 Besucher*innen die Seite aufrufen und 5 davon direkt wieder abspringen, dann ergibt sich daraus die folgende Rechnung:
(5/100) x 100 = 5 %
Eine Absprungrate von 5 % bedeutet, dass 5 % aller Besucher*innen die Seite nach nur wenigen Sekunden wieder verlassen. Da grundsätzlich gilt, dass die Absprungrate im besten Fall so niedrig wie möglich ausfallen soll, wäre das ein Top-Ergebnis.
In der Realität sieht das natürlich etwas anders aus. Wenn sich die Absprungrate bei einer kommerziellen Webseite zwischen etwa 25 % und 40 % bewegt, ist das ein ziemlich gutes Ergebnis. Je nach Art der Branche oder auch der Webseite kann die durchschnittliche Absprungrate aber auch deutlich höher ausfallen. Bei Blogs oder Online-Wörterbüchern kann sie sogar bis zu 90 % betragen.
Falls auffällt, dass sich die Absprungrate einer Webseite deutlich über dem Durchschnitt bewegt, sollte unbedingt nachgeforscht werden, warum das der Fall ist. Zu den häufigsten Gründen für eine hohe Absprungrate zählen unter anderem:
Es gibt aber auch Ausnahmen, bei denen eine hohe Absprungrate nicht unbedingt etwas Negatives zu bedeuten hat. Nehmen wir beispielsweise das Impressum einer Webseite, das von Nutzer*innen nur kurz aufgerufen wird, um Kontaktdaten wie Telefonnummer oder Anschrift eines Unternehmens zu erfahren. In diesem Fall bedeutet das nicht, dass die Qualität der Impressums-Seite schlecht ist, sondern dass Nutzer*innen direkt die Informationen finden, die sie suchen.
Ob und wie genau sich die Absprungrate auf das Ranking bei den Suchmaschinen auswirkt, ist ein viel diskutiertes Thema. Sie kann in vielen Fällen zumindest ein Indiz dafür sein, das eine Webseite kein gutes Nutzererlebnis bietet, sei es nun durch lange Ladezeiten oder Probleme bei der Erreichbarkeit. Und das sind Faktoren, die von Suchmaschinen bekanntermaßen abgestraft werden.
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