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umount

Der Befehl umount ist das Gegenstück zum mount-Kommando und entfernt ein Dateisystem, das mit mount eingebunden wurde, aus der Verzeichnis-Hierarchie. Die Befehle mount und umount arbeiten mit Dateisystemen, nicht direkt mit Laufwerken. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn Sie ein Laufwerk haben, das mehrere Dateisysteme enthält, zum Beispiel eine Festplatte mit mehreren Partitionen.

In den 70er-Jahren war man noch notorisch sparsam mit Buchstaben, schließlich musste alles immer wieder komplett von Hand eingetippt werden. Deshalb bekam der Befehl umount kein "n", das ihn zu dem korrekten englischen Wort "unmount" gemacht hätte - verwunderlich ist eigentlich schon, dass die mount-Befehle überhaupt ein "ou" bekamen, aber sie werden eben doch nicht so oft gebraucht, wie ein rm, cp oder mv.

Um ein eingehängtes Dateisystem aus der Verzeichnis-Hierarchie zu entfernen, geben Sie dem Befehl umount entweder den Verzeichnisnamen an, unter dem das Dateisystem eingebunden ist, oder die Gerätedatei, auf der das Dateisystem liegt. Beides können Sie herausfinden, indem Sie das Programm df oder den Befehl mount ohne Argumente aufrufen. Mit dem Befehl umount können Sie auch mehrere Dateisysteme gleichzeitig entfernen, dabei ist aber die Reihenfolge wichtig, wenn die Dateisysteme verschachtelt eingebunden sind. Beispielsweise schlägt ein Befehl

$ umount /mnt /mnt/usr /mnt/home

mit dem Hinweis fehl, dass /mnt noch benutzt wird. Erfolgreich ausgeführt wird dagegen

$ umount /mnt/usr /mnt/home /mnt

Neuere Versionen des umount Befehls haben zwar einen Schalter –l, der das Entfernen der Dateisysteme im Hintergrund durchführt und auch alle abhängigen Dateisysteme mit entfernt (im Beispiel /mnt/usr und /mnt/home, wenn Sie /mnt angeben). Wenn Sie diesen Schalter benutzen, haben Sie aber keine Kontrolle mehr darüber, ob noch irgendein Prozess auf das Dateisystem schreibt. Sie riskieren daher Datenverluste, wenn Sie das Laufwerk entfernen.

Die Befehle mount und umount verwalten eine Liste der eingebundenen Dateisysteme in der Datei /etc/mtab. Das ist ein Problem, wenn das Wurzeldateisystem nicht schreibbar ist, was aus verschiedenen Gründen der Fall sein kann. Während des Bootvorgangs ist es normalerweise zunächst schreibgeschützt, es kann aber auch beispielsweise auf einer DVD liegen, und daher prinzipiell nicht schreibbar sein. Oder es ist so festgelegt, weil es das Laufwerk schont (was insbesondere bei Flash-Speichermedien interessant ist) oder das Dateisystem auch bei einem unsachgemäßen herunterfahren nicht beschädigt wird und damit auf den Overhead eines Journalling-Dateisystems verzichtet werden kann.
Damit die mount-Befehle korrekt funktionieren, wenn /etc/mtab nicht schreibbar ist, können Sie diese Datei durch einen Symlink nach /proc/mounts ersetzen. Dort sind fast alle Informationen vorhanden. Es fehlt die Benutzerzuordnung und ein Hinweis auf verwendete Loop-Devices. Dieser Mangel kann aber, was die Loop-Devices betrifft, durch Angabe des Schalters -d beim Befehl umount behoben werden.

  • Montag, 26 März 2012

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