scp

Der scp-Befehl gehört zur Programm-Suite SSH, die eine gesicherte Kommunikation zwischen vernetzten Rechnern ermöglicht. Wie sein Vorläufer rcp kopiert scp Dateien. Im Gegensatz zum Standardbefehl cp, können dabei sowohl Quelle, als auch Ziel auf entfernten Rechnern liegen. Während rcp das rsh-Programm für den Datentransfer nutzt, verwendet scp das ssh-Programm und erlaubt damit einen gesicherten, verschlüsselten Dateitransfer.

Der grundlegende Aufruf ist bei allen drei erwähnten Kopierprogrammen, scp, rcp und cp, der gleiche. Das oder die ersten Argumente sind die Quellen, das letzte Argument ist das Ziel. Wenn Sie mehrere Quellen angeben, muss das Ziel ein Verzeichnis sein, bei einer Quelle können Sie auch einen einfachen Dateinamen als Ziel benennen. Auch die wichtigsten Optionen sind bei allen drei Befehlen gleich. Wenn Sie einen ganzen Verzeichnisbaum kopieren wollen, geben Sie den Schalter -r an. Normalerweise bekommt eine kopierte Datei unter Unix-Systemen einen Zeitstempel, der anzeigt, wann sie kopiert wurde. Wollen Sie, dass alle Zeitstempel und auch die Zugriffsrechte der Zieldateien exakt mit denen der Quelldateien übereinstimmen, dann stellt das die Option -p sicher.

Den Linux Befehl scp können Sie prinzipiell, genauso wie das cp-Kommando, auch zum Kopieren von Dateien auf dem lokalen Rechner verwenden. Sinn macht scp aber erst, wenn mindestens eine Datei auf einem entfernten Rechner liegt. Dies erkennt scp daran, dass der Dateiname mit dem Hostnamen und einem darauf folgenden Doppelpunkt beginnt. Soll die Datei auf einem entfernten Rechner unter einem anderen als dem lokalen Benutzeraccount kopiert werden, dann können Sie den Loginnamen, gefolgt von einem @-Zeichen, vor dem Hostnamen angeben. Geben Sie nach dem Doppelpunkt keinen Pfadtrenner "/" an, arbeitet das Kommando scp im Heimatverzeichnis des Nutzers auf dem entfernten System.

Der scp-Befehl erlaubt auch, dass sowohl Quelle als auch Ziel auf entfernten Rechnern liegen. Wenn Sie auf Computer A arbeiten, können Sie also beispielsweise mit dem Kommando "scp B:xxx C:" eine Datei xxx von Rechner B direkt nach Host C kopieren, ohne Umweg über A - vorausgesetzt, der Zugriff von B nach C per ssh ist erlaubt und erfordert keine Passworteingabe. Der scp-Befehl startet dann nämlich ein zweites scp-Programm auf Rechner B, dieses kann dort aber kein Passwort abfragen. Hier müssten Sie dann eine andere Authentifizierungsmethode verwenden, zum Beispiel Zertifikate.

Um die Funktionen des Befehls scp zu erforschen, können Sie auch Spielereien wie "scp hello localhost:world" ausprobieren. Dieses Kommando kopiert die Datei "hello" aus dem lokalen Arbeitsverzeichnis über die Loopback-Netzwerkschnittstelle, unter dem Namen "world", in ihr Heimatverzeichnis. Statt "localhost" können Sie natürlich auch ihre IP-Adresse oder den Hostnamen ihres Rechners angeben, wenn Sie diese Daten kennen.

  • Montag, 26 März 2012

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