Was ist der Unterschied zwischen POP3 und IMAP?

Bei der heutigen E-Mail-Kommunikation verwenden viele Benutzer Programme oder Dienste, um Ihre empfangenen Nachrichten abzurufen. Als Basismöglichkeit wird eine spezielle webbasierte Software genutzt, die die E-Mails vom Mailserver abruft und dem Nutzer zur Verfügung stellt, sogenannte Webmail-Software. Alternativ kann man das eigene Postfach auch über ein separates E-Mail-Programm abrufen, Vertreter hier sind z.B. Outlook, Thunderbird oder Incredimail.

Wenn Sie ein E-Mail-Client, wie Outlook, verwenden möchten, werden Sie bei der Einrichtung nach der Zugriffsart gefragt. Hier können Sie zwischen POP3 oder IMAP wählen. Mit beiden Typen können Sie problemlos Nachrichten abrufen. Wenn beides Möglichkeiten funktionieren, worin liegt denn dann der Unterschied? Diese Frage möchten wir für Sie gerne in diesem Beitrag beantworten.


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Unterschied zwischen POP3 und IMAP

Zunächst schauen wir uns einmal POP3 an. POP3 steht für Post Office Protocol 3 und wurde erstmals 1988 als Nachfolger von POP2 entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Mail-Protokoll, womit das Abrufen von E-Mails von einem Mailserver ermöglicht wird. Besonders praktisch dabei ist, dass keine dauerhafte Verbindung benötigt wird. Der Client verbindet sich manuell oder in festen zeitlichen Abständen mit dem Server, ruft die Nachrichten ab und beendet die Verbindung wieder.

Allerdings besitzt POP3 nur eine geringe Zahl von Befehlen, womit lediglich das Auflisten, Abrufen und Löschen von E-Mails möglich ist. Hierarchische Mailboxen oder Vorsortieren ist daher nicht möglich. Hierfür werden andere Protokolle wie IMAP benötigt. Zudem werden nach dem Abruf des Postfaches mit einem Client alle abgerufenen Nachrichten automatisch gelöscht, was die Nutzung mehrerer Clients für ein Postfach nicht möglich macht.

Hierfür bietet sich hingegen IMAP sehr gut an. IMAP steht für Internet Message Access Protocol und wurde entwickelt, um die Funktionen von POP3 so zu erweitern, dass die Client die Nachrichten, Ordnerstrukturen und Einstellungen des Postfaches auf dem Mailserver speichern können. Damit können Sie parallel mit mehreren Mail-Clients die Nachrichten abrufen, da Sie stets nur eine Kopie herunterladen und das Original auf dem Server belassen wird. Durch die eigene Push Funktion wird bei IMAP unnötiger Datenverkehr vermieden, da der Mailserver den Client benachrichtigt, dass neue Nachrichten verfügbar sind.

Möchte man jedoch die Nachrichten bearbeiten, ist eine dauerhafte Internetverbindung nötig. Einige Clients bieten an, die Mails lokal zu bearbeiten und lediglich zu bestimmten Zeiten den lokalen Speicher mit dem Server zu synchronisieren. In Zeiten von Internet-Flatrates spielen solche Funktionen jedoch nur noch bedingt eine Rolle.

Wir haben Ihnen hier einmal eine kleine Übersicht erstellt, die die Unterschiede der beiden Protokolle nochmals aufzeigt:

POP3IMAP
Abrufen von NachrichtenJaJa
SpeicherortLokalServer
Benötigter MailspaceGering (abgerufene Mails werden gelöscht)Groß (Mails werden auf dem Server gespeichert)
Hierarchische Strukturen möglichNeinJa
Abruf durch mehrere Clients möglichNeinJa
Verbindung zum MailserverNur beim AbrufDauerhaft

Sie sehen daher, dass IMAP in der heutigen Zeit mehr Vorteile mitbringt, insbesondere da Speicherplatz und Internetverbindung heute nicht mehr so teuer sind wie von etwa 20 Jahren. Zudem ist das Löschen einer Nachricht in einem Client bei IMAP nicht so gravierend, da Sie lediglich eine Kopie löschen, während das Original auf dem Mailserver liegt. Jedoch wird für den Versand bei beiden Varianten immernoch ein weiteres Protokoll, wie SMTP oder ähnliches, benötigt.

In der Regel empfehlen wir bei DM Solutions stets die E-Mails per IMAP abzurufen. Da wir unsere Server in Deutschland betreiben, stehen somit auch alle E-Mails jederzeit unter deutschem Datenschutzrecht, was vielen Kunden besonders wichtig ist.
  • Sonntag, 11 Oktober 2015

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