Session Initiation Protocol (SIP)

Das Session Initiation Protocol (SIP) ist ein IETF definiertes Signal-Protokoll und wird zur Steuerung der Kommunikationssitzungen wie Sprach-und Videoanrufe über das Internet Protocol (IP) verwendet. Das Protokoll kann für das Erstellen, Modifizieren und Beenden von Zwei-Parteien (Unicast) oder mit mehreren (Multicast)-Sitzungen, bestehend aus einem oder mehreren Medien-Streams, verwendet werden. Die Modifikation kann bedeuten, dass Änderungen von Adressen oder Ports und das Hinzufügen oder Löschen von Medien-Streams, zur Einladung weiter Teilnehmer führen kann.

Andere Anwendungen umfassen Videokonferenzen, Streaming Multimedia Distribution, Presence-Informationen, Instant Messaging, Dateiübertragung und Online Spiele.

SIP wurde ursprünglich von Henning Schulzrinne und Mark Handley im Jahr 1996 entworfen. Die neueste Version der Spezifikation ist RFC 3261 von der IETF Network Working Group. Im November 2000 wurde SIP, als 3GPP Signalisierungsprotokoll und fester Bestandteil des IP Multimedia Subsystem (IMS) für IP-basierte Streaming-Multimedia-Dienste in zellulären Systemen, akzeptiert.

Das SIP-Protokoll ist ein Application Layer Protokoll. Es wurde entwickelt, um unabhängig von der zugrunde liegenden Transport Layer arbeiten zu können. Dabei kann es auf dem User Datagram Protocol, dem Transmission Control Protocol oder dem Stream Control Transmission Protocol laufen. Es ist ein Text basiertes Protokoll, und enthält viele Elemente des Hypertext Transfer Protocol und des Simple Mail Transfer Protocol. Ein SIP User Agent ist ein logischer Netzwerk-Endpunkt, um SIP-Nachrichten zu erstellen oder zu erhalten und somit eine SIP Sitzung zu verwalten. Um ein SIP-UA ausführen zu können, übernimmt der User Agent Client die Rolle eines SIP Anfragen Stellers und der User Agent Server, der die Anfragen empfängt und sendet, gibt eine SIP Antwort. Diese Rollen gelten nur für die Dauer einer SIP-Transaktion

Ein SIP-Telefon ist ein SIP User Agent, der traditionelle Call Funktionen eines Telefons, wie beispielsweise wählen, annehmen, ablehnen, Halten / Annehmen, und Rufumleitung zur Verfügung stellt. SIP-Telefone können als Hardware-Gerät oder als Softphone implementiert werden. Jede Ressource eines SIP-Netzwerk, wie ein User Agent oder eine Voicemail-Box, wird durch einen Uniform Resource Identifier identifiziert. Eine typische SIP-URI ist von der Form: sip - username - password at host -port. Wenn eine sichere Übertragung benötigt wird, muss über Transport Layer Security verbunden werden.

In SIP, wie in HTTP, kann der User-Agent mit einer Überschrift in der Nachricht wie "User-Agent" identifiziert werden. Das User-Agent Feld wird in Request-Nachrichten gesendet, was bedeutet, dass die empfangenden SIP-Server diese Informationen sehen können. SIP-Netzelemente speichern manchmal diese Informationen, was bei der Diagnose von SIP-Kompatibilitätsproblemen nützlich sein kann. SIP definiert auch Server-Netzwerk-Elemente. Obwohl zwei SIP-Endpunkte ohne dazwischen geschalteter SIP-Infrastruktur kommunizieren können, ist dieser Ansatz oft für einen öffentlichen Dienst unpraktisch. RFC 3261 definiert deshalb diese Server-Elemente.

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