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Lycos Europe – Das Ende eines Internet-Portals

Lycos Europe, 1997 als Joint-Venture der amerikanischen Lycos Inc. und der Bertelsmann AG gegründet, beendet sein kostenloses Mail-Angebot zum 15.5.2018. Bis zur Abschaltung können Benutzer noch Mails empfangen, versenden oder auf den lokalen Computer herunterladen. Ganz verschwinden wird der Name Lycos jedoch nicht. Danach gibt es den E-Mail Dienst nur noch gegen Bezahlung, eine Weiterführung ist dennoch ungewiss.

Das Unternehmen, mit dem Labrador im Logo gehörte einst zu den Pionieren im Internet. Als eine der ersten Suchmaschinen erlebte das Unternehmen einen Boom, der Lycos an die Spitze der Suchmaschinen brachte. Schon von Anfang an setzte Lycos auf Werbung und gehörte zu den bekanntesten Marken im Web. 1999 stand Lycos als die am häufigsten genutzte Suchmaschine auf dem Gipfel. Zugleich hatte das Unternehmen zahlreiche Firmen aufgekauft, unter anderem den Homepage-Dienst Tripod.

Etwas überraschend kam im Jahre 2000 die Übernahme von Lycos.com durch die spanische Telefonica und Bertelsmann. Lycos Europa wurde damit zu einer separaten Einheit, die Rechte in den USA behielt die Carnegie Mellon Universität. Firmensitze in Europa waren z.B. Gütersloh und Haarlem (Niederlande) sowie in sieben weiteren europäischen Ländern. Damit verlor Lycos an Profil, die einstige Suchmaschine bot nun Dienste wie News, Shopping, Internet-Zugang und E-Mail-Dienste an.

Das Wirrwar an Diensten führte zu finanziellen Verlusten, daran konnte auch die Übernahme der deutschen Suchmaschinen Fireball und Paperball und des Domain-Anbieters united domains AG nichts ändern. Weil das Konzept nicht aufging, wechselte Lycos abermals den Besitzer. Ein koreanisches Unternehmen erwarb Lycos und versuchte die Internet-Firma zu stabilisieren. Als auch dieses Vorhaben schiefging befand sich Lycos im freien Fall. Auch der Versuch, die Webhosting-Aktivitäten und andere Unternehmensteile an den meistbietenden zu verkaufen schlugen fehl. Der Marktanteil betrug nur noch Promille, immer mehr Benutzer verließen die Marke. Zudem wurden die E-Mails der Benutzer immer noch auf amerikanischen Servern gespeichert, wo sie dem Zugriff der Geheimdienste ausgesetzt waren.

Viele Internetfirmen boomten – nur Lycos nicht. Konkurrenten wie Google oder Outlook waren zu stark, überholten Lycos in der Reichweite und boten viele Dienste kostenlos an. Für Lycos Europe ging es nur noch nach unten. Bei den Verlusten war klar, dass die Investoren irgendwann die Reißleine ziehen würden. Mit dem Ende des kostenlosen Mail-Dienstes ist das Schicksal von Lycos Europe besiegelt. In einer Pressemitteilung teile das Unternehmen mit, das etwa 500 bis 700 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren werden. Der schwarze Labrador hat ausgebellt.

Das Ende von Lycos Europe, seiner Online-Suchmaschine, Web-Communities und Content-Channels kommt zu einer Zeit, in der auch die einstigen Rivalen Yahoo und AOL verzweifelt versuchen, den Kopf über Wasser zu halten. Und sogar der Suchmaschinen-Gigant Google ergreift Maßnahmen um den Gürtel etwas enger zu schnallen.

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Und wenn Sie gerade eine Firma gegründet haben und sich fragen, ob Sie schon jetzt eine eigene Email Adresse haben müssen, dürfte Sie dieser Beitrag interessieren:

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Jenny Ehrlich

Seit Januar 2011 betreue ich den Blog, den Twitter- sowie den Facebook Kanal von DM Solutions. Dort schreibe ich über alles, was die IT-Welt bewegt, am liebsten natürlich über Neuigkeiten aus den Bereichen Webhosting und Content Management Systeme. Viel Spass beim Lesen wünscht Jenny & das Team von DM Solutions.

Kommentare (1)

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    Mortiz

    |

    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag, man sieht wie Schnell man im Internet verlieren kann.

    LG
    Moritz

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