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Google Consent Mode V2 – was ist das und was bedeutet er für meine Webseite?

Liebe Leser,

den Begriff „Google Consent Mode V2“ werden Sie in den letzten Wochen und Monaten sicher schon des Öfteren gehört haben. Kein Wunder – schließlich ist dessen Einsatz seit dem 06. März 2024 Pflicht. Aber was genau steckt eigentlich hinter dem Google Consent Mode V2? Und welche Bedeutung hat er für Webseiten-Betreiber? Das erklären wir Ihnen in dem folgenden Beitrag.

Die DSGVO – ein Blick in die Vergangenheit

Um den Google Consent Mode V2 besser verstehen zu können, müssen wir einmal etwas in der Zeit zurückreisen. Um genau zu sein etwa 6 Jahre ins Jahr 2018. Denn da trat im Mai die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Die DSGVO gilt EU-weit und regelt dort, wie personenbezogene Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert werden dürfen. Neben der IP-Adresse, dem Standort oder der E-Mail Adresse gehören auch Cookies zu diesen personenbezogenen Daten.

Und gerade Cookies spielen im Onlinemarketing eine wichtige Rolle. Denn dadurch erhalten Sie wertvolle Daten über die Besucher Ihrer Webseite wie beispielsweise Besuchsdauer, Anzahl der besuchten Seiten, Conversions oder auch Absprungraten. Alle diese Daten sind eine wichtige Grundlage für die Optimierung Ihrer Webseite.

Sowohl Google Analytics als auch Google Ads setzen in ihrer Funktionsweise auf Cookies. Während Google Analytics Cookies benutzt, um die eben genannten Daten zu erheben, benötigt Google Ads Cookies, um für Internetnutzer relevante Anzeigen auszuspielen. So erhalten User nur die Anzeigen, die auch ihren Bedürfnissen entsprechen.

Laut der DSGVO dürfen diese Cookies aber nur dann zum Einsatz kommen, wenn User ihre ausdrückliche Zustimmung dazu gegeben haben. Aus diesem Grund verfügt seit 2018 (fast) jede Webseite über ein Cookie Banner, wie es sich beispielsweise mit dem consentmanager realisieren lässt.

Und genau hier kommt der Google Consent Mode ins Spiel. Denn er steuert, wie sich Google Analytics, Google Ads und Co. verhalten sollen, wenn ein User den Cookies zugestimmt hat – oder eben nicht.

Wie funktioniert der Google Consent Mode im Detail?

Gehen wir zunächst einmal vom Best Case aus – der User stimmt allen Cookies zu. In diesem Fall dürfen Google Analytics, Google Ads und Co. ganz einfach ihre Arbeit machen, die entsprechenden Cookies setzen und Daten erheben.

Anders sieht es aus, wenn der User die Cookies ablehnt. Dann sorgt der Google Consent Mode dafür, dass sowohl das Setzen von Cookies als auch die Erhebung von Daten ausbleibt.

Dieses Steuerungs-Feature ist allerdings noch nicht alles. Der Google Consent Mode hat noch ein weiteres Ass im Ärmel. Denn er sorgt dafür, dass auch dann noch Daten von Google erhoben werden können, wenn die Cookies abgelehnt wurden.

Diese Daten (sogenannte „Pings“) sind selbstverständlich nicht personenbezogen und dienen Google zur sogenannten Datenmodellierung. Dabei kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz, die das Verhalten der User modelliert, die den Cookies widersprochen haben. Auf dieser Weise können Conversions erfasst werden, die aufgrund von abgelehnten Cookies eigentlich verloren gegangen wären.

Und warum gibt es jetzt den Google Consent Mode V2?

Im November letzten Jahres hat der Google Consent Mode ein Update erhalten. Ausschlaggebend dafür war der Digital Markets Act (DMA). Dabei handelt es sich um eine neue EU Vorgabe, die dieses Jahr in Kraft getreten ist. Ein Konzern darf nun unter anderem nur noch dann personalisierte Werbung schalten, wenn er bestimmten Betriebs- und Compliance-Anforderungen gerecht wird. Google zählt zu den davon betroffenen Konzernen und musste daher die Art und Weise, wie Daten für Google Analytics und Google Ads erhoben werden, entsprechend anpassen. Das Ergebnis dieser Anpassungen ist der Google Consent Mode V2.

Wenn Sie als Webseiten-Betreiber Google Analytics und Google Ads und die damit erhobenen Daten weiterhin nutzen möchten, so sind Sie seit dem 6. März 2024 dazu verpflichtet, den Google Consent Mode V2 zu nutzen. Ansonsten gehen Ihnen nicht nur jede Menge wertvolle Nutzerdaten durch die Lappen, im schlimmsten Fall drohen Ihnen sogar Abmahnungen, Bußgelder und die Sperrung Ihres Google-Kontos.

Noch gut für Sie zu wissen: Der Google Consent Mode V2 verfügt über zwei verschiedene Modi – den Basic Google Consent Mode und den Advanced Google Consent Mode. Im Basic Mode werden nur dann Daten erhoben, wenn der User den Cookies zugestimmt hat. Das gilt auch für Pings, die bei der Vorgängerversion auch dann gesendet wurden, wenn alle Cookies abgelehnt wurden. Eine Ablehnung der Cookies bedeutet jetzt also, dass auch keine Pings mehr gesendet werden.

Der Advanced Google Consent Mode von Google Consent Mode V2 funktioniert dagegen wie der Basis-Modus seiner Vorgängerversion und sendet weiterhin auch dann Pings, wenn alle Cookies abgelehnt wurden. Bei Datenschützern ist dieser Modus daher umstritten.

Wie Sie sehen, ist der Google Consent Mode V2 ein recht kompliziertes Thema, das auch einige Stolperfallen mit sich bringt. Für Webseiten-Betreiber ist es daher wichtig, sich zeitnah mit dem Thema zu beschäftigen. Unter anderem können CMPs wie consentmanager mit Unterstützung von Google Consent Mode dabei helfen, das Tracking in GA4 und Google Ads zu gewährleisten.

Selbstverständlich unterstützen wir Sie gerne bei der Implementierung eines entsprechenden CMPs. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt mit unserem Support auf.

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